Kundenmagazin KölnTakt

Titelbild Ausgabe Januar 2026

Mehr Sicherheit und Sauberkeit

Seit Jahresbeginn setzt die KVB mit 188 speziell geschulten Fahrgastmanagern ein neues Konzept um, das für mehr Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung in Bussen, Bahnen und an den Haltestellen im Kölner ÖPNV-Netz sorgen soll. Die bisherigen Aufgabenbereiche „Fahrausweisprüfung“, „Service“ und „Sicherheit“ wurden aufgelöst. Die Aufgaben werden künftig von festen Teams übernommen, die in sechs festgelegten Bezirken tätig sind. Die jeweiligen Bezirksgruppen bekommen für ihre Bereiche Linien- und Haltestellenpakete zugewiesen. Sie kontrollieren in den Fahrzeugen, dokumentieren Verschmutzungen und Beschädigungen und achten darauf, dass alles seine Ordnung hat.

Durch die Neuorganisation soll die Umsetzung der Aufgaben im Bereich Fahrgastsicherheit und -service effizienter und zielgerichteter erfolgen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter identifizieren sich in veränderter Art und Weise mit den Aufgaben und Menschen in „ihrem“ Bezirk und sind zugleich feste Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für die Fahrgäste. Die Servicequalität und auch die Zusammenarbeit mit den Bezirksteams der Polizei, des Ordnungsamtes und den Streetworkern soll hierdurch verbessert werden.

Gruppenbild eines Bezirksteams
Das Team des Bezirks „Linksrheinisch Nord“
(von links nach rechts:)
Bezirksleiter Nick Druschinski, Andreas Zimmer,
Seray Korkmaz, Mohammad Jalem, Domenico Cipolla und Claudia Mortellaro

Handyticket wird gescannt

Das Team im Einsatz

Kontrolle in der Stadtbahn

Ansprache auf dem Bahnsteig

Grafische Darstellung der sechs Team Bezirke

Die Maßnahmen zielen letztlich allesamt darauf ab, die zum Teil im vergangenen Jahr in einigen Bereichen unhaltbar gewordenen Zustände zu normalisieren.
Die 24/7-Bestreifung am Ebertplatz und am Neumarkt bleibt auch 2026 bestehen. Eine Rund-um-die-Uhr-Präsenz wie diese von der KVB aus eigenen Mitteln finanzierte Maßnahme kann aus Kostengründen allerdings nicht in allen Bezirken durchgeführt werden.

Um die Sauberkeit und das Sicherheitsgefühl durch erhöhte Präsenz weiter zu stärken und die Bestreifung im Stadtgebiet zu erhöhen, benötigt die KVB 38 zusätzliche Personale. Kostenpunkt: 2,5 Millionen Euro pro Jahr. Für eine zusätzliche Teamverstärkung innerhalb der Bezirke und weitere Reduktion der Einsatzradien auch in den äußeren Bezirken, werden insgesamt 81 weitere Personale benötigt. Die Kosten hierfür würden jährlich mit 5,3 Millionen Euro zu Buche schlagen. Ohne eine Kostenübernahme der Stadt Köln ist dies nicht zu machen.

Haltestellenkontrolle

Auch die Zwischenebenen werden bestreift

und die Bestreifung der Haltestelle

Persönliche Ansprache

Die KVB-Vorstandsvorsitzende Stefanie Haaks appelliert an die Politik, die Verkehrs-Betriebe AG mehr zu unterstützen: „Wir gehen davon aus, dass das Thema Sicherheit und Sauberkeit auch für die Politik ein wichtiges Thema ist und dass der neue Rat der Stadt Köln in 2026 Lösungen finden und beschließen wird. Das schließt sowohl unsere Haltestellen als auch deren Umfeld mit ein. Selbstverständlich leisten auch wir unseren Beitrag dazu im Rahmen unserer wirtschaftlichen Möglichkeiten.“

Gudrun Meyer

Stadtbahnlinie 17 in der Haltestelle

Betrieb auf vier Stadtbahn-Linien wieder ausgeweitet

Auf der Linie 13 fahren die Bahnen wieder komplett nach Regelfahrplan

Die KVB hat am 7. Januar den Betrieb auf den Stadtbahn-Linien 1, 13, 17 und 18 wieder ausgeweitet - ein weiterer nennenswerter Schritt zurück zum Regelfahrplan. Zuvor war der Regelfahrplan aufgrund nicht ausreichender Ressourcen mehrmals eingeschränkt worden.

Konkret wird auf der Linie 1 nun samstags im nachmittäglichen Einkaufsverkehr von ca. 15 Uhr bis ca. 20 Uhr der Fünf-Minuten-Takt im Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen „Brück Mauspfad“ und „Moltkestraße“ wieder angeboten.

Auf der Linie 13 wird samstags von ca. 9 Uhr bis ca. 19 Uhr wieder im Zehn-Minuten-Takt gefahren. Bis vor kurzem war der Betrieb auf einen 20-Minuten-Takt reduziert. Die Bahnen fahren auf der Linie 13 nun wieder vollständig nach dem Regelfahrplan.

Die Linie 17 wird montags bis freitags jeweils von ca. 20 Uhr bis ca. 24 Uhr wieder im 15-Minuten-Takt bedient. Dies gilt für den Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen „Rodenkirchen“ und „Severinstraße“. Gleiches gilt auf der Linie 17 samstags. Zudem wurde hier auch im Zeitraum von ca. 5 Uhr bis ca. 9 Uhr der 15-Minuten-Takt wieder realisiert. Außerdem wird sonntags von ca. 9 Uhr bis ca. 24 Uhr im genannten Streckenabschnitt der 15-Minuten-Takt angeboten. Die Linie 17 fährt damit sonntags wieder nach regulärem Fahrplan.

Auf der Linie 18 besteht samstags im Zeitraum von ca. 9 Uhr bis ca. 20 Uhr wieder der 5-Minuten-Takt. Dies gilt jedoch nur für den Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen „Klettenbergpark“ und „Reichenspergerplatz“.

Die ersten Wochen nach der Verstärkung der vier Stadtbahn-Linien zeigen, dass das Fahrplanangebot stabil realisiert wird. Naturgemäß können Fahrtausfälle im öffentlichen Verkehr bei keinem Unternehmen gänzlich ausgeschlossen werden. Jedoch steht die Taktverdichtung im Einklang mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen.

Stephan Anemüller

Kampagnenbild eezy.nrw

Luftlinientarif eezy gewinnt an Bedeutung

Doppelter Preisdeckel macht ÖPNV attraktiver

Der Luftlinientarif eezy.nrw ist im Aufwind. Seit Einführung dieses digitalen Tarifs Ende 2021 wurden in ganz Nordrhein-Westfalen bereits mehr als 15 Millionen Fahrten hierüber gebucht. Allein 3,3 Millionen Fahrten wurden im vergangenen Jahr registriert, wobei der November 2025 mit fast 900.000 Fahrten heraussticht. Diese Zahlen geben Hoffnung, und die Verantwortlichen in den Verkehrsverbünden und Verkehrsunternehmen Nordrhein-Westfalens engagieren sich für eine noch stärkere Nutzung. Eezy.nrw ist eine der drei Säulen im Tarifgefüge des öffentlichen Nahverkehrs Nordrhein-Westfalens und richtet sich vor allem an Gelegenheitskunden.

Das wesentliche Kennzeichen von eezy.nrw ist es einfach zu sein. Die Nutzerinnen und Nutzer müssen sich nicht mehr mit Preisstufen, Verbund- und Gemeindegrenzen auskennen. Sie registrieren sich in einer der eezy-Apps, checken vor Fahrtantritt mit ihrem Handy ein und nach Fahrtende aus. Im Hintergrund berechnet das System den richtigen Preis für die Fahrt. Unsicherheiten und Sorgen, ungewollt „schwarz“ zu fahren, entfallen.

Dabei setzt sich der Preis aus zwei Komponenten zusammen, einem Grundpreis und einem Kilometerpreis. Die Entfernung wird nach Luftlinie bemessen. Mit einem Preisrechner können sich die Fahrgäste den Preis ihrer Fahrt vorher ausrechnen lassen. Im Verkehrsverbund VRS beträgt der Grundpreis je Fahrt aktuell 1,77 Euro und der Preis je Kilometer Luftlinie 0,25 Euro.

Durch die Nutzung digitaler Möglichkeiten kommt der Vertrieb im öffentlichen Nahverkehr der Lebenswirklichkeit der Menschen erneut ein Stück näher. Kaum jemand möchte noch Tarif- und Nutzungssysteme studieren, die Menschen wollen einfach gelenkt werden. Das ist mit Navigatoren im Pkw genauso wie mit Fahrplanauskünften, mit der Buchung von Unterkünften genauso wie beim Erwerb von Tickets. Dabei werden die Aktionsräume der Menschen seit vielen Jahrzehnten immer größer.

Seit Anfang des Jahres gibt es einen weiteren Preisdeckel. Der monatliche Gesamtpreis über alle Fahrten (in der 2. Klasse) liegt nicht höher als der Monatspreis des Deutschlandtickets von 63 Euro. Auch der Preis aller Fahrten eines Tages (2. Klasse) ist gedeckelt. Nun ist auch der Preis der einzelnen Fahrten in der 2. Klasse am Preis des jeweiligen Einzeltickets (als bereits rabattiertem Handy-Ticket) gedeckelt. So kostet zum Beispiel eine Fahrt von der Haltestelle „Porz Wahn“ zur Haltestelle „Dormagen Bahnhof“ seit Anfang des Jahres nur noch 4,94 Euro mit Preisdeckel statt 10,25 Euro ohne Preisdeckel.

Auch für die Verkehrsunternehmen hat eezy.nrw Vorteile. Der Vertrieb hierüber ist unabhängig von teurer Vertriebsinfrastruktur. Preislich interessante Aktivitäten, zum Beispiel im Karneval oder in der Vorweihnachtszeit, lassen sich einfach umsetzen. Den Fahrgästen in Nordrhein-Westfalen scheint es zu gefallen: 58 Prozent gaben in einer Marktforschung des Kompetenzcenters Marketing des NRW-Nahverkehrs in 2025 an, „sehr zufrieden“ oder „vollkommen zufrieden“ zu sein. Weitere 32 Prozent zeigten sich zumindest „zufrieden“.“Jetzt veröffentlichte der Verkehrsverbund VRS für sein Verbundgebiet ein weiteres Marktforschungsergebnis. Hiernach gaben 90 Prozent der Befragten an, sie seien „zufrieden“ oder „sehr zufrieden“, 96 Prozent der Befragten würden eezy.nrw weiterempfehlen.

Weitere Infos unter: www.kvb.koeln/eezy

Stephan Anemüller

Team Schmiede

Ausbildung mit Feuer und Flamme

In der Ausbildungswerkstatt der KVB lernen die Azubis
in einer Schmiede die Grundlagen der Metallbearbeitung

In der Ausbildungswerkstatt der KVB geht es heiß her: Im Herbst wurde hier eine voll funktionstüchtige Schmiede eingerichtet. Für Ausbilder Engin Cihan (Foto rechts) ist die Anlage, die neben der gasbetriebenen Esse aus drei Ambossen und einem Härtebecken besteht, eine echte Herzensangelegenheit. Der technische Ausbilder hat die Idee entwickelt und sich für die Umsetzung stark gemacht. „Die Auszubildenden lernen durch die Arbeit in der Schmiede die Wurzeln des Industriemechanikers kennen“, sagt Cihan, der selbst zur Weiterbildung Schmiedekurse in der Dombauhütte belegt. „Es gibt keinen besseren Weg, um die Grundlagen der Metallbearbeitung praktisch zu vermitteln und die jungen Menschen an das Handwerk heranzuführen. Das motiviert und stiftet Identifikation.“ Die Hitze zu spüren und zu fühlen, wie sich das erhitzte Metall unter den Hammerschlägen verändert, lasse sich nicht digital simulieren. „Wir nutzen die Tradition, um für die Zukunft auszubilden – vom Ofen zur Automatisierung“, so Cihan.

„Eine besondere Erfahrung“

Lena Müller (Name geändert) hat bereits erste Erfahrungen in der Schmiede gesammelt. Die Auszubildende im zweiten Lehrjahr ist begeistert. „Mit seinen eigenen Händen ganz ohne Maschinen zu arbeiten, ist eine besondere Erfahrung. Es macht mir hier sehr viel Spaß.“ Auch für Philipp Dettmer ist die Schmiede schnell zu einem Lieblingsort geworden. „Ich lieb´s!“, sagt der Auszubildende im ersten Lehrjahr. „Es ist großartig, mit dem Hammer auf das heiße Eisen einzuschlagen und es nach den eigenen Wünschen zu formen. Ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit.“

Lange Tradition in der Kölner Straßenbahngeschichte

Schmieden gibt es bereits seit Anbeginn der Kölner Straßenbahngeschichte. Die Hufeisen der Pferdebahnen wurden zum Beispiel in Schmieden hergestellt. Mit der Aufnahme des elektrischen Betriebes hat die Bedeutung der Schmieden jedoch nicht abgenommen. In den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts fand sich in der damaligen Bauwerkstatt, der Hauptwerkstatt und allen weiteren Betriebswerkstätten mindestens ein Schmiedefeuer. Hier wurden zahlreiche Ersatzteile füü Fahrzeuge selbst gefertigt oder defekte Bauteile repariert.

Noch heute steht ein Schmiedeofen samt Gebläse in der Museumswerkstatt des Straßenbahn-Museums Thielenbruch. Schmiedewerkzeuge werden im Ausbildungszentrum präsentiert und erhalten.

Helge Neumann

Begrüßung neuer Mitarbeiter

Verstärkung für das #TeamHerzschlag

Das Recruiting-Team hat 2025 knapp 600 neue Kolleginnen und Kollegen gewonnen.

Die Recruiting-Offensive der KVB lief auch 2025 auf Hochtouren, das vielfältige Maßnahmenpaket zur Mitarbeitergewinnung zeigte erneut Erfolg.
In nahezu allen Bereichen hat das #TeamHerzschlag Verstärkung bekommen. Das Recruiting-Team hat im vorigen Jahr knapp 600 neue Kolleginnen und Kollegen gewonnen, die bereits in ihren neuen Jobs gestartet sind – hinzu kamen zahlreiche interne Besetzungsverfahren sowie bereits frühzeitige Einstellungen für das Jahr 2026. Darunter Fahrerinnen und Fahrer, Fahrgastmanagerinnen und -manager, IT-Expertinnen und -Experten, Handwerkerinnen und Handwerker, Kaufleute, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie erneut 60 Auszubildende für unsere verschiedenen Ausbildungsberufe. Allein im Fahrdienst ist die Zahl der Neueinstellungen im Vergleich zu 2024 um mehr als 50 % gestiegen.

Mehr als 30 Recruiting-Events

Um Menschen für die KVB als Arbeitgeberin zu begeistern, hat das Personalgewinnungs und -marketing-Team in 2025 erneut über 30 Karriere-Events durchgeführt.

Unter anderem auch mehrere neue Formate wie z.B. das Job-Speeddating in der Seilbahn oder den Karrierebus für Auszubildende oder Service- und Sicherheitsmitarbeitende. Der KVB-Karrierebus machte auch 2025 wieder an zentralen Plätzen im Stadtgebiet Halt, unter anderem am Rudolfplatz, in Kalk, Deutz und am Mediapark.

In Kooperation mit der Agentur für Arbeit hat die KVB im vergangenen Jahr ein Projekt gestartet, um geflüchteten Menschen eine berufliche Perspektive zu bieten. Sie wurden für den Fahrbetrieb Bus ausgebildet, während sie zeitgleich ihre Deutschkenntnisse vertiefen - bis heute haben alle gestarteten Teilnehmer ihren Deutschkurs und ihre Führerscheinprüfung erfolgreich bestanden.

Karrierebus auf dem Rudolfplatz

Breite Marketingpräsenz

Unsere Recruiting-Werbung war in 2025 wieder überall zu sehen - sowohl online als auch im Stadtbild. So wurden beispielsweise zu Jahresbeginn gebrandete Brötchentüten in zahlreichen Bäckereien im Kölner Raum eingesetzt. Ergänzend dazu sind kürzlich neu beklebte Fahrschulbusse an den Start gegangen.

Die KVB als Arbeitgeberin bietet nicht nur spannende, sondern vor allem auch sinnstiftende Jobs. Werdet Klima-Influencerin oder -Influencer im echten Leben, denn wer zur KVB kommt, bewegt etwas – für unsere Stadt und für das Klima! Jetzt informieren und bewerben unter www.kvb.koeln/teamherzschlag.

Lea Hoppenworth und Jodie Lewicki

Stadtbahn-Streckenplan Und Papier-Tickets

Rheinlandtarif ersetzt VRS-Tickets

Neuer einfacher Basistarif ergänzt Deutschlandticket und eezy.nrw

Die Verkehrsverbünde Rhein-Sieg (VRS) und Aachen (AVV) arbeiten immer enger zusammen und folgen damit der Lebenswirklichkeit der Fahrgäste. Zum 1. Juni dieses Jahres werden die bisherigen Tarifsysteme des VRS und AVV, mit denen Tickets des öffentlichen Nahverkehrs erworben werden können, miteinander verschmolzen. Zukünftig fasst der „Rheinlandtarif“ die Angebote zusammen. Hiermit wird ein gemeinsames und deutlich einfacheres Preissystem geschaffen. Das Deutschlandticket mit seinen Angeboten bleibt hiervon unberührt und der Fokus noch stärker auf den Luftlinientarif eezy.nrw gelegt (siehe gesonderten Beitrag hierzu).

Die bisher sieben Preisstufen werden dabei auf vier Preisstufen reduziert. Das Ticket für die Kurzstrecke bleibt zunächst bis zum 31. Mai 2028 erhalten. Insbesondere die KVB hat sich hierfür eingesetzt. Des Weiteren wird es – wie gewohnt – die Preisstufen 1a/1b (letztere für die Städte Köln, Bonn und Aachen) geben, sowie die Preisstufe 2, wenn eine benachbarte Stadt oder Gemeinde hinzukommt, und Preisstufe 3, die dann darüber hinaus im gesamten Rheinlandnetz gilt.

Des Weiteren wird nun die Palette verschiedener Tickets vereinfacht. Auch das schafft eine bessere Übersichtlichkeit. Weiterhin soll es Einzeltickets, Tagestickets und Einzeltickets für Mobilpassinhaber geben. Die KVB wird für die Kurzstrecke und die Preisstufe 1b weiterhin 4-Fahrten-Tickets anbieten.

Tarifwelt mit neuer Systematik

Mit dieser Tarifreform entsteht eine neue Tarifwelt mit neuer Systematik. Hierbei wird auf verschiedenen Grundsätzen aufgebaut. Die Schaffung eines einfachen Tarifsystems ist einer. Die einzelnen Angebote sollen zudem kompatibel zu den Nachbarräumen, inklusive Belgiens und der Niederlande, sein. Die Verkehrsverbünde VRS und AVV haben zunächst in ihren Gremien die Zustimmung für ein entsprechendes Grobkonzept erhalten, auf dessen Basis die weiteren Ausarbeitungen erfolgt sind bzw. noch erfolgen.

Das neue Tarifsystem ist verbunden mit dem Deutschlandticket und dem Luftlinientarif eezy.nrw. Das Deutschlandticket bietet sich mit seinen Unterprodukten als Säule für Stammkunden an. Eezy.nrw ist ein attraktives Angebot für Gelegenheitskunden. Der ebenfalls einfache Rheinlandtarif gliedert sich als Basistarif als dritte Säule ein. Alle drei Säulen basieren vor allem auf digitalen Techniken, bei denen auch das Handy im Mittelpunkt steht. Bereits heute nehmen Handytickets eine immer größer werdende Bedeutung auch für die VRS-Tickets ein.

Ab 2029/2030 müssen aus technischen Gründen die bisherigen Ticketautomaten der KVB ersetzt werden. Die KVB prüft deshalb aktuell, inwieweit hier sogenannte Validatoren eingesetzt werden können. Im Prinzip sind dies Touchpads als kleine Ticketautomaten, an denen zum Beispiel mit EC-Karte oder Guthabenkarte Tickets erworben werden können, die dann in einem Hintergrundsystem gespeichert werden. Sie funktionieren bargeld- und papierlos. Die Guthabenkarten können auch mit Bargeld aufgeladen werden.

Die letzte umfassende Tarifreform im VRS fand zum 1. Januar 2004 statt. Seinerzeit wurde die Anzahl der Tarifgebiete von 173 auf 66 reduziert und die Preisstufen innerhalb des VRS reduziert.

Stephan Anemüller

KurzTakt

Immer schön im Takt –
die KVB in kölschen Liedern

Schon seit mehr als 20 Jahren fährt die Linie 18 in einem Ballermannhit des Kölner Entertainers Jürgen Milski bis nach Istanbul.

 

Bömmel Lückerath spielt Gitarre

Für ihre melancholische Ballade „Die Drei vun der Linie 2“ erfanden die Bläck Fööss einst die Haltestelle „Waldbröck“, die Höhner besingen in ihrem Hit „Viva Colonia“ die kölsche Lebenswelt und stellen fest: „Mer drinke jän ne Kölsch un mer fahre KVB.“ Und Tommy Engel beginnt seine Hymne „Do bes Kölle“ mit der Zeile: „Do bes Oberbürjermeister, du bes die KVB.“ Diese Erwähnungen zeugen von einer emotionalen Verbundenheit zwischen KVB und den Menschen der Stadt.

Dies sind längst nicht die einzigen Nennungen der KVB in kölschen Liedern. Für unseren Blog sind wir auf musikalische Spurensuche gegangen:

Immer schön im Takt – die KVB in kölschen Liedern.

tho

Verschwenkung des
Radwegs am Waidmarkt

Im Bereich des derzeit bestehenden Radwegs entlang der Gleichwechsel-Baustelle Waidmarkt muss in Kürze eine Bohrung zum späteren Einbringen einer Vereisungslanze durchgeführt werden. Die Arbeiten finden nahe dem Eingang zur Rewe-Filiale statt und machen eine zeitweilige Verlegung des Fahrradwegs notwendig. Dieser wird vom Friedrich-Wilhelm-Gymnasium aus in einem kleinen Schwenker über die Baugrubenabdeckelung geführt werden und nahe dem Trafohäuschen nördlich von Rewe wieder auf den ursprünglichen Radweg stoßen.

 

Grafische Darstellung der im Text beschriebenen Veränderung der Radwegführung

 

Die Verschwenkung findet voraussichtlich Ende der ersten Februarwoche statt. Die Bohrarbeiten beginnen direkt im Anschluss und dauern rund drei bis vier Tage. Danach werden in dem abgesperrten Bereich weitere Arbeiten im Vereisungskanal durchgeführt, sodass das für die Bohrung eingerichtete Baufeld insgesamt rund vier bis fünf Wochen an der beschriebenen Stelle bestehen bleibt. Danach wird es zurückgebaut und der Radweg in seine ursprüngliche Lage zurückverlegt. Der Fußgängerweg ist von den Arbeiten nicht betroffen und bleibt unverändert nutzbar.

GuM

Sicherheitsführungen
werden fortgesetzt

Fahrgäste möchten sich bei der Nutzung von Bussen und Bahnen sicher fühlen. Um Menschen zu helfen, die unsichere Situationen erlebt haben oder sich einfach unsicher fühlen, wurde durch das Kompetenzcenter Sicherheit NRW das Angebot von Sicherheitsführungen für Interessierte entwickelt. Im Oktober vergangenen Jahres fand eine erste Veranstaltung statt. Die Nachfrage war sehr groß und die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren sehr positiv. Deshalb werden die Führungen in diesem Jahr fortgesetzt.

go.Rheinland, die Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB), Deutsche Bahn (DB), Bundespolizei und Bahnhofsmission bieten Führungen am 24. Februar (13-16 Uhr), 27. Mai (10-13 Uhr), 18. August (13-16 Uhr) und 4. November (10-13 Uhr) in der Kölner City an.

Ziel ist es, den Teilnehmern einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglichen und die sicherheitsrelevanten Einrichtungen sowie Sicherheitsmaßnahmen zu erläutern. Hemmnisse in der Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs können hierdurch reduziert, das Sicherheitsgefühl der Teilnehmenden kann erhöht werden.

Die Führungen sind kostenfrei. Interessierte können sich anmelden unter:
Sicherheitsführungen - Kompetenzcenter Sicherheit NRW. Sollte es zu viele Anmeldungen geben, wird gelost.

STA

Haltestelle „Weißhausstraße“
erhält neue Zuwege

Die Stadt Köln errichtet neue Zugänge zur Stadtbahn-Haltestelle „Weißhausstraße“. Zuvor wird die dortige Fußgängerbrücke über die Bahntrasse abgebaut. Für die Demontage und Entfernung der weiteren Brückenbauteile wird an den kommenden Wochenenden die Luxemburger Straße jeweils in eine Fahrtrichtung gesperrt. Dies betrifft die Bus-Linie 142, die samstags im Streckenabschnitt zwischen den Haltestellen „Universität“ und „Bahnhof Süd“ umgeleitet werden muss.

Gravierender wirkt sich der Bau der neuen Zuwegungen aus. Hierfür muss die Stadtbahn-Linie 18 an mehreren Abenden in Sülz zwischen den Haltestellen „Eifelwall/Stadtarchiv“ und „Sülzgürtel“ getrennt werden. Konkret handelt es sich um die Abende von Sonntag, 29. März, bis Donnerstag, 2. April, sowie von Montag, 6. April, bis Freitag, 10. April. An diesen Tagen fahren die aus der City kommenden Bahnen der Linie 18 ab 21 Uhr lediglich bis zur Haltestelle „Eifelwall/Stadtarchiv“ und anschließend zurück in den Kölner Norden. Die aus dem südlichen Umland kommenden Bahnen der Linie 18 fahren dann lediglich bis zur Haltestelle „Sülzgürtel“ und anschließend zurück in Richtung Bonn.

Im nicht durch Stadtbahnen befahrenen Streckenabschnitt wird ein Ersatzbusverkehr mit der Linienkennung „118“ eingesetzt. Für den je Fahrtrichtung 2,3 bis 2,8 Kilometer langen Weg benötigen die Ersatzbusse etwa 13 Minuten. Die Ersatzbus-Haltestellen befinden sich in Nähe der regulären Stadtbahn-Haltestellen.

Den Fahrgästen wird empfohlen, die Fahrplaninformationen im Internet und an den Haltestellen zu beachten.

STA

Impressum für das Kundenmagazin KölnTakt

Kundenmagazin der Kölner Verkehrs-Betriebe AG, KVB Unternehmenskommunikation, Scheidtweilerstraße 38, 50933 Köln

Verantwortlich: Matthias Pesch
Redaktion: Stephan Anemüller, Lea Hoppenworth, Jodie Lewicki, Gudrun Meyer, Thorsten Moeck, Helge Neumann, Matthias Pesch
Mitarbeit: Dirk Rosin, Christian Seiter

Fotos: Stephan Anemüller, Helge Neumann, Christian Seiter, KVB

 

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